Feinster Miri-Teppich aller Zeiten "Persepolis": einmalig - letztmalig zum Verkauf   // 

Die Familie Miri feierte 1995 ihr 170. Jubiläum im Teppichgeschäft. Einige Jahre vor diesem Ereignis fing Razi Miri an, nach einem komplett einzigartigen Teppich zu forschen, um einen solchen zu entwickeln, der nie zuvor in irgendeiner Region geknüpft wurde. Schließlich wurden der Entwurf, sowie die Knüpfarbeit dieses Teppichs, 1995 fertiggestellt. Er nannte diesen Teppich „Persepolis".

Persepolis - Jubiläumsteppich

Dieser außergewöhnliche Teppich besteht aus kleinen Vierecken und jedes hat ein ganz anderes Muster. Die Sammlung dieser verschiedenen Motive und ihre Zusammenstellung zu einem ganzen Teppich war eine äußerst schwierige Aufgabe. Hierzu war es notwendig, über einen langen Zeitraum viele bestehende Dokumente und alte Bilder in unseren Archiven, sowie mehrere antike Bücher sorgfältig zu studieren. Ferner untersuchte ich mehrere Teppiche, die zurzeit in Museen, in unserer Sammlung, sowie in anderen privaten Sammlungen untergebracht sind. Durch diese Forschungsarbeit konnte ich eine wertvolle Sammlung Motive von den Stämmen aus dem Farsgebiet zusammenstellen.

Besonders bemerkenswert ist die Tatsache, dass die Vielfalt der im Teppich vorkommenden Motive auf den ersten Blick nicht auffällt. Dies ist auf die Ausgewogenheit der verwendeten Farben zurückzuführen.

In der Mitte des Teppichs ist ein Rechteck, das von drei kleinen und einem größeren Viereck gebildet ist. Dieses Gebilde dient als sonst typisches Medaillon des Teppichs. Dieses Rechteck haben wir „Ahura" genannt.

„Ahura" bedeutet in der alten persischen Sprache „der eine Gott und die Kundgebung der Güte". Sein Prophet ist Zoroaster, dessen Sinnspruch „gute Worte, gute Gedanken, gute Taten" ist. Im Muster dieses Teils des „Persepolis"-Teppichs ist die Lebenslust in diesem iranischen Land ausgedrückt, symbolisch dargestellt durch seine Leute, ihre Charakteristik und Vorbilder: Güte, friedliches Zusammenwohnen mit anderen, sowie Stärke und Unabhängigkeit - und das alles unter der Führung und Kundgebung von Güte, d. h. ,,Ahura Mazda". Ahura Mazda ist die beflügelte, menschliche Person oben im Bild, umgeben von den Sternen und dem Mond im Himmel.

Der Löwe und die Sonne, die Landessymbole von Iran sind unten links im Bild abgebildet. Der Löwe - wie es unsere Geschichte zeigt und von Autoren und Forschern bestätigt wird - war das Symbol von Stärke und Kraft. Die Sonne war die Offenbarung des Lichts, und das Universum mit seinem Sternenhimmel wurde von den Iranern verehrt.

Laut den Forschungsergebnissen von Ahmad Kasravi, einem Forscher und Geschichtsgelehrten der heutigem Zeit, wurden diese zwei Symbole vor 700 Jahren von einem iranischen König namens Kaykhosrow, der nach der Liebe eines hübschen Mädchens trachtete, zusammengefügt. Sie sollten Macht und Schönheit zusammen mit Liebe darstellen. Diese Symbole wurden auf einer Münze geprägt und haben seit dieser Zeit bzw. immer wieder während dem Lauf der Geschichte die Landessymbole Irans dargestellt.

1853 AD, während der Herrscherzeit von Schah Fathali, dem zweiten Schah der Qajar-Dynastie, wurde ein Schwert in die Hand des Löwen hinzugefügt. Man sagt, dass dieses Schwert das Schwert von Iman Ali darstellen soll, dem ersten Schiie Iman, der sehr hoch angesehen und beliebt ist bei den Iranern. Seit der Qajar-Dynastie sind der Löwe mit Schwert und die Sonne die offiziellen Wahrzeichen Irans.

Interessant ist auch, dass das Schwert in der Hand des Löwen über den Rand des inneren Rechtecks hinausragt. Dies soll die Vorherrschaft von Macht gegen das bestehende Gesetz innerhalb eines Systems darstellen und es war Absicht, diese historische Realität auf diese Weise darzustellen. Kleine Motive, die die Natur und Gottes Schöpfung darstellen, sind auf den anderen Teppichteilen zu sehen. Die drei Vierecke direkt oberhalb von den großen Vierecken in der Mitte, stellen einen Reiter des Ghashgai Stammes, das Miri Logo und einen Strauch mit Blumen aus einem Ghashgai-Motiv dar. Der Teppich wurde zum 100-jährigen Jubiläum der Fa. Peter Renz Teppiche in limitierter Auflage als Sonderknüpfung angefertigt.

Jetzt letztmalig zum Verkauf:

Größe:

236 x 323 cm

Wert:

28.000,- €

Absoluter
Sonder­preis:

16.000,- €


Knüpferinnen bei der Herstellung des Teppichs
Knüpferinnen bei der Herstellung des Teppichs
Peter Renz mit dem Persepolis-Teppich im Jahr 1995
Peter Renz mit dem Persepolis-Teppich im Jahr 1995

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