Gedanken zur Neueröffnung   // 

Anfang 2018 habe ich mein Teppichfachgeschäft in der Hauptstraße 12 in Schramberg nach über 50 Jahren endgültig geschlossen. Mit 77 Jahren war für mich Schluss und ein lang aufgeschobener Klinikaufenthalt zwang mich in den letzten Monaten zu stark reduzierter Teppichtätigkeit.

Trotzdem habe ich diese Zeit genutzt, um meine Teppichsammlung „Perlen des Orients" zu katalogisieren. Alte Brücken, Läufer und Teppiche wurden mit großem Studiofoto und ausführlicher Sachverständigen-Expertise dokumentiert. Diese Angaben zu etwa 100 Sammlerteppichen habe ich in zwei Kassetten zusammengefasst, die ich an interessierte Kunden zur Begutachtung versende. Die hundert Meisterstücke aus meiner Schatzkammer habe ich fast alle selbst auf vielen Reisen in den Ursprungsländern entdeckt und eingehandelt. Heute ist der Wert dieser original authentischen Teppiche garantiert viel höher als der geforderte Renz-Preis. Hier finden Sie eine der wohl letzten Gelegenheiten, Teppich-Raritäten mit hohem Wertzuwachs zu vernünftigen Preisen zu erstehen. Dazu kommt die kompetente Beratung des Teppichexperten. Meine internationalen Kunden sind das von Peter Renz seit Jahrzehnten gewohnt.

Sie wissen um meine Begeisterung für die Perlen des Orients — oft war sie nicht zu bremsen. Heute bin ich froh, solche Juwelen aufbewahrt zu haben, denn das Ende schöner, handgeknüpfter Teppiche ist angesagt.

Zurzeit entdeckt man wieder, dass der echte Perser oder Afghane jeden Wohnstil - den modernen, wie auch den traditionellen - zeitlos ergänzt. Doch die Zeit der Teppich-Hochkultur im Iran ist dahin. Nicht ohne Grund habe ich in den letzten Jahren wertvolle Orientteppiche mit guten Preisen nach Teheran verkauft. Die Käufer im Iran wissen am besten, das Kunsthandwerk des Orients wird es nicht weitergeben. Daher schnellen die Preise nach oben und orientieren sich am Kunsthandel und Antiquitätenmarkt.

Nach 50 Jahren im Teppichhandel kennen mich alle Teppichlieferanten der Branche. Immer wieder bieten sie mir Sonderposten an, die preislich so interessant sind, dass ich nicht umhin komme, diese zu erwerben. So ist mein Direktimportlager immer noch eine Fundgrube für besonders günstige Teppichangebote, die man sonst nirgendwo finden kann. Trotz unterstem Preis sind diese Teppiche qualitativ in Ordnung.

Ute und Peter Renz

Aktuell habe ich im Firmenpark Majolika, Schiltachstraße 28 — Tor 1 mein neues Direktimportlager eingerichtet. Hier kann ich mein Teppichspezialsortiment sehr gut präsentieren und damit den zahlreichen Wünschen von meinen Kunden, den Fachhändlern und Privatkunden aus dem In- und Ausland gerecht werden — nach vorheriger Terminvereinbarung. So bleibt der Orient und der seriöse Teppichhandel doch noch in Schramberg, solange es meine Schaffenskraft erlaubt. Ich habe kein täglich geöffnetes Ladengeschäft, aber eine exklusive Adresse für Teppichkäufer mit besonderem Anspruch, die eine gute, anständige Dienstleistung zu schätzen wissen. Manche loben mich dafür und finden mein Engagement gut, aber allen kann man es nicht recht machen.

Als vereidigter Sachverständiger bin ich weiter tätig, wenn auch bald als wohl letzter bestellter Experte vor Gericht. Doch freue ich mich, wenn ich noch lange aktiv sein kann.

Herzlichst
Ihr Peter Renz


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