Expertise

Esfahan auf Seide

Echter Orientteppich Isfahan, original handgeknüpft

Herkunft:

Persien

Größe:

258 x 363 cm

Kette & Schluss:

Seide

Flor:

Korkwolle und Naturseide

Knoten:

asymmetrisch (persisch),
ca. 1 Million p. qm

Griff:

velvetartig, fließend

Alter:

ca. 60 Jahre (Shah Produktion)

Erhaltung:

gut

Wert:

50.000,- €

Ausstellungspreis:

28.000,- €

Herkunft

Isfahan, die alte, berühmte Stadt in Südwest-Persien mit großer Vergangenheit zählt zu den schönsten Städten des Orients. Die Blütezeit der Stadt begann unter der Dynastie der Sarawiden, als Isfahan unter Shah Abbas I Hauptstadt wurde. Es entstanden Kunstschulen und Künstler und Kunsthandwerker schufen Meisterstücke in Keramik und Malerei (Fayencen). Bis heute gehört der Isfahanteppich zu den Spitzenteppichen Persiens. Ältere Stückeaus der Shah-Zeit oder früher erreichen beständig steigender Preise und die höchste Wertschätzung.

Farben und Ornamentik

Der naturhelle Fond bildet den idealen Untergrund für das sogenannte „Ghombad-Muster. Das Ghonbad-Muster stammt aus der Sheikh Lotfollah Moschee-Kuppel (1603-1616). Die Sheikh Lotfollah Moschee in Isfahan ist gebaut in der Safavden Zeit. Shah Abbas baute diese Moschee. Er nannte sie nach seinem Schwiegervater Sheikh Lotfollah. Der Architekt sollte sich auf das Innere vom Gebäude konzentrieren. Dadurch entstand eine der schönsten Kuppeln der Moschee-Architektur.

Die fünffache, ovale, kartuschenartige Sternenmusterung in verjüngender Tropfenform umfasst kreisrund das prallgefüllte Zentralmedaillon mit eingelegter Sternenmitte. Die Palmettanhänger in der Längsachse sind nur farblich leicht betont. Sie integrieren sich harmonisch in die Ranken-, Blüten- und Lanzettblattmusterung des gesamten Hauptfeldes. Der rahmende Abschluss wird in allen vier Ecken mit einer geviertelten Musterlösung passend zum Duktus der Gesamtmusterung betont. Das ästhetische Feingefühl der ziselierten Zeichnung beweist die Näher zu der Mustervorlage der Fayencen Keramik der Moscheekuppel. Die Deutlichkeit und Klarheit in architektonischer Perspektive wird durch den samtigen Wollflor hervorgehoben und durch die Seidenknüpfung veredelt. Ein Kunstwerk textiler Beschaffenheit in allen Belangen hat hier eine Vollendung erreicht. Kulturhistorisches Erbe der großartigen orientalischen Teppicherschaffung, das ästhetisches Farbspiel unserer heutigen Zeit und Wohnkultur assimiliert. Nie mehr erreichende Arbeit mit enormer Wertsteigerung. Unikat. Sammlerstück. Signiert: „Sherkad Fars“ (Bezeichnung der Spitzenknüpferei Persiens).

Ich versichere, vorstehende Angaben nach bestem Wissen und Gewissen gemacht zu haben.

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